Soll man in der klinischen Praxis Frailty abschätzen?

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Etat: Public
Version: Final published version
ID Serval
serval:BIB_0540A80DA89F
Type
Article: article d'un périodique ou d'un magazine.
Collection
Publications
Titre
Soll man in der klinischen Praxis Frailty abschätzen?
Périodique
Swiss Medical Forum
Auteur(s)
Santos-Eggimann B., David Stéphane
ISSN
1424-3784
Statut éditorial
Publié
Date de publication
2013
Peer-reviewed
Oui
Volume
23
Numéro
12
Pages
248-252
Langue
allemand
Résumé
Frailty, ein geriatrisches Syndrom mit altersbedingter Gebrechlichkeit assoziiert, heisst Verlust physiologischer Reserven verschiedener Organe. Die Folge ist eine erhöhte Verletzlichkeit durch Stress. Eine allseits anerkannte Definition fehlt, und die Abschätzung erfolgt hauptsächlich aufgrund zweier Modelle: des Phänotyps nach Fried und des Index nach Rockwood.
Frailty bringt ein deutlich erhöhtes Risiko für funktionelle Hilfebedürftigkeit, Hospitalisation oder Einweisung in eine Institution für Langzeitpflege sowie Tod mit sich.
Der Spontanverlauf ist progressiv, kann aber auch reversibel sein, und daher könnte Prävention grundsätzlich in Frage kommen. Unsere Kenntnisse sind derzeit aber immer noch zu lückenhaft, als dass wir gezielt gegen Frailty angehen könnten.
Klinische Forschung über Frailty wird erst seit kurzem betrieben. Die Empfehlung, den Frailtygrad durch Leistungsmessung (wie Ganggeschwindigkeit, Griffkraft etc.) zu evaluieren, stützt sich auf die Beobachtung eines Zusammenhangs mit einer späteren ungünstigen Entwicklung, und nicht darauf, dass wir wirksam eingreifen könnten.
Klinische und epidemiologische Studien über Frailty sind wichtig. Da die Babyboomer nun älter werden, ist die Gefahr einer Epidemie funktioneller Hilfebedürftigkeit Mitte des Jahrhunderts absehbar, und somit stellt das Problem der Frailty eine grosse Herausforderung dar.
Création de la notice
14/04/2014 15:47
Dernière modification de la notice
20/08/2019 12:27
Données d'usage