La (re)configuration des genres dans les littératures européennes. L'exemple des contes

Détails

ID Serval
serval:BIB_A6826F50D954
Type
Article: article d'un périodique ou d'un magazine.
Collection
Publications
Titre
La (re)configuration des genres dans les littératures européennes. L'exemple des contes
Périodique
Colloquium Helveticum
Auteur(s)
Heidmann U
Statut éditorial
Publié
Date de publication
09/2010
Peer-reviewed
Oui
Volume
40
Pages
91-104
Langue
français
Résumé
Dieser Beitrag geht davon aus, dass eine neue Gattung in anderen europäischen Sprachen und Kulturen bereits vorhandene Gattungsformen ,"(re)konfiguriert", um sie der eigenen Sprache und Kultur anzupassen und neue Aussageformen zu schaffen. Dieser Prozess wird am Beispiel der europäischen Märchen aufgezeigt, die der hier formulierten Hypothese nach weder Erzeugnisse einer Universalgattung noch nationaler Folklore sind, sondern komplexe ,"Rekonfigurationen" lateinischer, italienischen und französischer Gattungsformen. Am Beispiel der Histoires ou contes du temps passé, avec des Moralités von 1697 wird gezeigt, wie Charles Perrault mit einer neuartigen ,"Szenographie" das zum Gattungsparadigma gewordene Psyche-Märchen von Apuleius ,"rekonfiguiert". An die Stelle des erzählenden Esels Lucius, der vorgibt, Psyches Geschichte von der alten Magd einer Räuberbande gehört zu haben, setzt Perrault seinen Sohn, Pierre Darmancour, und schafft mit einer pseudo-naiven Szenographie eine neue Gattung, die von den Brüdern Grimm und deren ,"Beiträgerinnen" hugenottischer Herkunft zum Kinder- und Hausmärchen umgearbeitet wird.
Mots-clé
littérature comparée, genres, théorie des genres, langues et littératures européennes, Perrault, Apulée, Grimm
Création de la notice
10/08/2010 21:40
Dernière modification de la notice
02/03/2020 12:58
Données d'usage